Die Katholische Pfarrei St. Mathilde Quedlinburg

Fest der Heiligen Königin Mathilde 2026

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Das Fest der Heiligen Königin Mathilde wird am 14. und 15. März 2026 in der Stiftskirche St. Servatius in Quedlinburg gefeiert. Herzliche Einladung zu Gebet, Gottesdienst und Begegnung.

Programmübersicht

Weg von der Stiftskirche zur Katholischen Kirche

Der gemeinsame Weg führt von der Stiftskirche St. Servatius zur St.-Mathilden-Kirche.

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Die Heilige Königin Mathilde

Die Heilige Königin Mathilde (um 895 – 14. März 968) gehört zu den bedeutendsten Frauengestalten des frühen Mittelalters. Als Gemahlin König Heinrichs I. und Mutter Kaiser Ottos I. prägte sie nicht nur die Geschichte des ottonischen Reiches, sondern auch das geistliche Leben ihrer Zeit in außergewöhnlicher Weise.

Geboren als Tochter des sächsischen Grafen Dietrich wuchs Mathilde in einem christlich geprägten Umfeld auf. Ihre Erziehung im Frauenstift Herford unter der Leitung ihrer Großmutter vermittelte ihr eine tiefe Frömmigkeit, Bildung und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein.

Mit etwa vierzehn Jahren wurde sie mit Heinrich, Herzog von Sachsen, vermählt. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor, darunter Kaiser Otto I., der das ostfränkische Reich zur europäischen Großmacht führte, sowie Bruno, später Erzbischof von Köln.

Mathilde verstand ihre königliche Würde stets als Auftrag zum Dienst. Ihr Herz galt den Armen, Kranken und Bedürftigen. Sie gründete und förderte zahlreiche Klöster, unter anderem in Quedlinburg, Nordhausen und Enger. Diese geistlichen Orte waren nicht nur Stätten des Gebetes, sondern auch Zentren von Bildung, Kultur und sozialer Fürsorge.

Nach dem Tod ihres Gemahls im Jahr 936 zog sich Mathilde zunehmend aus der weltlichen Politik zurück. In Quedlinburg, wo Heinrich I. bestattet wurde, gründete sie ein bedeutendes Damenstift. Dort widmete sie sich der Memoria – dem liturgischen Gedenken der Verstorbenen ihres Hauses – und leitete über drei Jahrzehnte hinweg den Frauenkonvent mit Weisheit und geistlicher Tiefe.

Trotz innerfamiliärer Spannungen blieb sie standhaft im Glauben. Zeitgenössische Berichte schildern sie als milde, geduldig und zugleich entschlossen. Ihre Lebensführung war von persönlicher Bescheidenheit geprägt – sie widmete sich sogar der Handarbeit, was für eine Frau ihres Standes ungewöhnlich war.

Am 14. März 968 vollendete sie ihr irdisches Leben in Quedlinburg. Bald nach ihrem Tod setzte eine breite Verehrung ein. Ihr Grab in der Stiftskirche St. Servatius wurde zu einem Ort des Gebetes und der Erinnerung. Die Kirche verehrt sie als Heilige und Vorbild christlicher Nächstenliebe.

Die Heilige Mathilde steht bis heute für eine Verbindung von geistlicher Tiefe, sozialer Verantwortung und königlicher Würde. In ihr vereinen sich Macht und Demut, Führung und Fürsorge, Gebet und tätige Liebe.

Das jährliche Fest zu ihrem Gedenken erinnert nicht nur an eine historische Persönlichkeit, sondern lädt dazu ein, ihren Geist der Barmherzigkeit und des Vertrauens auf Gott neu zu entdecken.